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10. Fortepiano Festival Stuttgart

12.10. -  1.12.2019


Liebe Freunde der Musik,

herzlich willkommen zum 10. FORTEPIANO FESTIVAL STUTTGART 2019.

 

In diesem Jahr jährt sich das 10. Fortepiano Festival. In Gesprächen und Kooperationen mit unseren Konzertgästen, unseren Partnern und aufführenden Künstlern entwickelte sich aus dem anfänglichen Hammerklavierkonzert ein eigenes Festival wie es seinesgleichen sucht. Allen Beitragenden sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt.

 

Aus Anlass des Jubiläums haben wir uns entschlossen in diesem Jahr niemand geringen als Frederic Chopin in das Zentrum der Konzerte zu stellen. Chopin trug wesentlich zu einem neuen Musikverständnis der Romantik bei. Seine zahlreichen Neuerungen in allen Elementen der Komposition berühren die Menschen heute wie vor 200 Jahren und prägten die klassische Musik bis in die Gegenwart. Diesem „Erneuerer der klassischen Musik„ widmet sich unser Festival mit Konzerten, literarischen Abenden und den bewährten Reihen Young Talents und Klassik ist Klasse. Lassen Sie sich überraschen. Es wird sich lohnen.

 

Nur durch zahlreiche Unterstützer kann auch dieses 10. Festival stattfinden. Ihnen allen gilt unser herzlichstes Dankeschön! Besonderer Dank gilt den Unterstützern und Sponsoren des Fortepiano-Konzertvereins e.V., mit dessen Hilfe dieses Projekt möglich wurde.

 

Ihre Yuko Abe-Haueis

Leiterin des FORTEPIANO FESTIVAL STUTTGART

Vorstand des Fortepiano Konzertvereins e.V.

 



Wir danken allen unseren Partnern, Förderern und Helfern!




Rückblick

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Louise Farrenc

 

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Fanny Hensel

 

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Clara Schumann

 

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Metamorphosen

 

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Carl Philip Emanuel Bach

 

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Johann Nepumuk Hummel

 

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Johann Ladislaus Dusik

 

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Klangideale

 

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Gestik und Leidenschaft

 


Rückblick 2018

Eröffnungskonzert

Samstag, 6.10.18, 19 Uhr

Haus der Musik im Fruchtkasten, Schillerplatz, Stuttgart

 

Yuko Abe-Haueis | Hammerflügel

Annkatrin Babbe (Sophie Drinker Institut) führt durch das Programm

 

Welche Schätze in der Musik von Louise Farrenc verborgen waren erkannten ihre Zeitgenossen früh. So kommentierte die Allgemeine musikalischen Zeitung, 1846 „Die Franzosen bilden sich nicht wenig darauf ein, neben ihrer berühmten [George] Sand auch eine Tonkünstlerin zu haben, die dieser an künstlerischem Werthe nicht nachsteht.“ Zeitgenossen wie Robert Schumann würdigten ihre Kompositionen für Klavier solo ganz besonders für deren Substanz und individuellen Stil. Die Gegenüberstellung mit Werken von Frederic Chopin und Robert Schumann wird dies erhörbar machen. Die Ballade op. 23 von Chopin mit spontanen Stimmungs- und Kontrastwechseln ist das erste Werk dieses Namens in der Musikgeschichte. Mit den Fantasiestücken op. 12 schuf Robert Schumann ein vielschichtiges Kaleidoskop motivischer Finessen. Franz Liszt, schrieb begeistert über das Werk: „...Ich spiele sie wahrhaft mit Vergnügen. Und Gott weiß, dass ich das nicht gerade von vielen Sachen sagen kann.

 

Programm: Werke von Louise Farrenc (Rondeau op. 9, Air russe Varie op 17, Melodie o.op.), Frederic Chopin (Ballade op. 23), Robert Schumann (Fantasiestücke op. 12, Heft 1, Des Abends, Aufschwung, Warum? Grillen), Fanny Hensel (Notturno)


PROGRAMMÄNDERUNG!

Klavierkonzert: Musikerfreundschaften

Samstag, 20.10.2018, 19.00 Uhr

Haigstkirche, Alte Weinsteige 103, 70597 Stuttgart

 

Aline Zylberajch | Hammerflügel

 

Die Wertschätzung von Mozart und Haydn zu CPE Bach bringt Mozart auf den Punkt: "Er ist der Vater; wir sind die Bubn. Wer von uns was Rechts kann, hats von ihm gelernt.“. Mozart hat aus Improvisationen seiner umjubelten Auftritte nachträglich nur eine niedergeschrieben und im Druck veröffentlicht: die c-Moll-Fantasie, KV 475. Mozart verband mit Joseph Haydn, den er auch “Papa” nannte, eine enge Freundschaft. Hélène de Montgeroult war Komponistin, Pianistin, Professorin zu Mozarts Zeiten. Sie hatte ein bewegtes Leben vor dem Hintergrund der französischen Revolution, verbunden mit Flucht, Gefangenschaft, Todesstrafe, Begnadigung und dem frühen Tod der Familie. Das Experimentieren mit Klangfarben auf ihrem Hammerflügel von Erard war ihre Leidenschaft. Ihre Kompositionen waren einzigartig kreativ, die Avantgarde erforschend – eine Brücke zwischen Mozart, Mendelssohn und Chopin, zwischen Klassik und Romantik schaffend.

 

 

Programm: Werke von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), Josef Antonín Stepán (1726-1797), Hélène de Mongeroult (1764-1836), Carl Philipp Emmanuel Bach (1714-1788), Johann Christian Bach (1735-1782)(1714-1788), Joseph Haydn (1732-1809)


Sonderprogramm!

Beethoven Klavierabend

Samstag, 20.10.2018, 19.00 Uhr

Haigstkirche, Alte Weinsteige 103, 70597 Stuttgart

 

Michel Gaechter | Hammerflügel

 

Die beiden 1805 als Opus 49 veröffentlichten Sonates Faciles wurden zeitgleich mit den ersten sieben Sonaten (Opus 2 bis 10) komponiert. Sie sind für Amateure gedacht und unterscheiden sich von Beethovens anderen Werken durch eine nüchterne Handschrift, die sich an früheren Werken (Haydn, Mozart) orientiert.

Der Titel der Grande Sonate für die Opus 7 und 22 wird durch ihre Veröffentlichung in individueller Form begründet (damals war die Gruppierung von drei oder sogar sechs Werken wie Sonaten, Trios oder Quartetten die Regel). Sie gehören zu den wenig gespielten und doch so prächtigen Werken! Damals nannten die Wiener das Opus 7 "die Verliebte", so sehr erweist sich diese Musik als zärtlich und leidenschaftlich zugleich..... Das für dieses Konzert verwendete Instrument entspricht einem der Modelle, die zur Entstehungszeit der Werke in Wien zu finden waren. Tatsächlich verlangt die pianistische Textur der beiden einfachen Sonaten nach einem feinen und leuchtenden Klang, wie er bei einigen Instrumenten aus Mozarts Zeit zu hören war. Es sind die Beschläge der Pergamenthämmer, die im Gegensatz zu den üblichen Lederschichten diese leuchtende Farbe verleihen. Später entwickelte sich der Klavierbau sehr schnell, da die Hersteller ihrer Phantasie und ihrem Bedarf an ständiger Erneuerung freien Lauf ließen. Die schwindelerregende Entwicklung des beethovenischen Stils, vom reinsten Klassizismus bis zu den Toren der Romantik (oder noch weiter), passt perfekt zu den fortschreitenden Veränderungen dieser Instrumente.....

 

Die 2 leichten Sonaten, opus 49 (1795 / 98), Große Sonate opus 7 (1796 / 97), Große Sonate opus 22 (1799 / 1800)


Festivalensemble

 

Samstag, 10.11.2018, 19.00 Uhr

St. Veit Kirche, Kirchstraße, 71116 Gärtringen

 

und

 

Sonntag, 11.11.2018, 19.00 Uhr

Haigstkirche, Alte Weinsteige 103, 70597 Stuttgart

 

Kammermusikabend des Festivalensembles

 

Yuko Abe-Haueis | Hammerflügel

Hans-Joachim Berg | Violine

Detmar Leertouwer | Violoncello

 

Mit dem Festivalensemble erklingen herausragende Klaviertrios von L. v. Beethoven und Louise Farrenc. Ludwig van Beethoven trat als junger Komponist 1795 mit drei Klaviertrios an die musikalische Öffentlichkeit, wobei das c-Moll-Trio das bekannteste ist. Louise Farrenc, vielbeachtete Zeitgenossin von Beethoven, war Pianistin, Lehrerin, Herausgeberin und eine Komponistin, auf die ihre französischen Zeitgenossen ob der Kraft und reichen Imagination ihrer Werke stolz waren. Die Leipziger Allgemeine Musikalische Zeitung erwähnte ihr erstes Klaviertrio op.33 erstmals im Jahr 1844. Die Gattung „Klaviertrio“ wurde in der Klassik durch Beethoven, Mozart, Haydn und Schubert geprägt. Auf die ersten Aufführungen ihres Klaviertrios reagierte die Presse mit höchstem Lob, stellte sie als Meisterin heraus und hob ihre großartigen Inspirationen zu bezaubernden Melodien und genialen harmonischen Ideen hervor.

 

... hier geht es zur Hörprobe

... und hier können Sie der Probe beiwohnen

 

Prgrogramm

 

Ludwig van Beethoven (1770 - 1827)

Klaviertrio op.1, Nr. 3, c-Moll

 

Louise Farrenc (1804 - 1875)

Klaviertrio op.33, Es-Dur


N ä c h s t e   V e r a n s t a l t u n g

 

Mittwoch, 14.11.2018, 19.00 Uhr

Musikhochschule Stuttgart, Kammermusiksaal, Urbanstraße 25, 70182 Stuttgart

 

Der Klang des Südens : Louise Farrenc, Fanny Mendelssohn und Clara Wiecks Lieder und Klavierstücke

 

Gesangsabend mit Maria Letizia Grosselli |  Sopran

Stefania Neonato | Hammerflügel

 

Das Programm beschäftigt sich mit dem musikalischen Lied- und Klavierwerk von drei der größten Komponistinnen des 19. Jahrhunderts. Die Liebe Fanny Mendelssohns für die italienische Landschaft und den südlichen Geist inspirierte sie zu den Liedern und Klavierstücken ihrer Italienreise. Eindrucksvoll ist die Gestaltung des Motivkomplexes einer glücklichen und unglücklichen Liebe – nuancenreich, heftig, romantisch und zu hören in den “Chansons” von Louise Farrenc und den frühen französischen Liedern von Fanny Mendelssohn. Von der Sehnsucht nach dem Süden und die Entdeckung des Neuen zeugen die naturalistischen Lieder op. 23 von Clara Wieck und das erste “Wanderlied” von Fanny Mendelssohn. Mit Clara Wiecks “Notturno” für Klavier aus der “Soirees musicales” und Louise Farrencs “Variations Brillantes” erleben die Zuhörer den ganz besonderen Stil der italienischen Romantik.

 

Ein Konzert in Kooperation mit dem italienischen Kulturinstitut.

 

 

N ä c h s t e   V e r a n s t a l t u n g

 

Sonntag, 18.11.2018, 11:00 Uhr

Haus der Musik im Fruchtkasten, Schillerplatz 1, 70173 Stuttgart

 

Louise Farrenc und ihre "Musikverwandten" Schubert und Schumann ein Kinder- und Familienkonzert von LiedKunst KunstLied im Rahmen des 9. Fortepiano Festivals Stuttgart

 

Elisabeth Föll | Klavier Thomas Sträßer | Erzähler

 

LiedKunst KunstLied gestaltet ein außergewöhnliches Konzert mit Werken von Louise Farrenc und ihren Wegbegleitern. Erzählungen, Musik, Lieder zum Mitsingen und spannende Klänge auf historischen Instrumenten nehmen die Kinder mit auf eine musikalische Entdeckungsreise und vermitteln ein Bild vom Musizieren im 19. Jahrhundert. Die Pianistin Elisabeth Föll spielt Werke für Kinder, Lieder werden gesungen und Thomas Sträßer, Erzähler, führt durch das Programm.