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9. Fortepiano Festival Stuttgart

6.10. -  18.11.2018


Klavierkonzert: Musikerfreundschaften

Samstag, 20.10.2018, 19.00 Uhr

Haigstkirche, Alte Weinsteige 103, 70597 Stuttgart

 

Aline Zylberajch | Hammerflügel

 

Die Wertschätzung von Mozart und Haydn zu CPE Bach bringt Mozart auf den Punkt: "Er ist der Vater; wir sind die Bubn. Wer von uns was Rechts kann, hats von ihm gelernt.“. Mozart hat aus Improvisationen seiner umjubelten Auftritte nachträglich nur eine niedergeschrieben und im Druck veröffentlicht: die c-Moll-Fantasie, KV 475. Mozart verband mit Joseph Haydn, den er auch “Papa” nannte, eine enge Freundschaft. Hélène de Montgeroult war Komponistin, Pianistin, Professorin zu Mozarts Zeiten. Sie hatte ein bewegtes Leben vor dem Hintergrund der französischen Revolution, verbunden mit Flucht, Gefangenschaft, Todesstrafe, Begnadigung und dem frühen Tod der Familie. Das Experimentieren mit Klangfarben auf ihrem Hammerflügel von Erard war ihre Leidenschaft. Ihre Kompositionen waren einzigartig kreativ, die Avantgarde erforschend – eine Brücke zwischen Mozart, Mendelssohn und Chopin, zwischen Klassik und Romantik schaffend.

 

 

Programm: Werke von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), Josef Antonín Stepán (1726-1797), Hélène de Mongeroult (1764-1836), Carl Philipp Emmanuel Bach (1714-1788), Johann Christian Bach (1735-1782)(1714-1788), Joseph Haydn (1732-1809)


Liebe Freunde der Musik,

herzlich willkommen zum 9. FORTEPIANO FESTIVAL STUTTGART 2018.

 

In diesem Jahr werden wir mit dem Louise Farrenc im Zentrum den dreijährigen Zyklus herausragender Komponistinnen "Pionierinnen der klassischen Musik - Clara Schumann, Fanny Hensel und Louise Farrenc" fortsetzen. Diese Persönlichkeiten zeichneten sich als Pianistin, epocheprägende Komponistin, Professorin, Editorin, Visionärin und Musikmanagerin aus und prägten die Musik ihrer Zeit entscheidend mit. Damit brachen sie gesellschaftliche Normen ihrer Zeit.

 

Louise Farrenc, eine exzellente Pianistin und Komponistin, widersetzt sich der salonesken Klaviermusik. Aufgewachsen in einer Künstlersiedlung, perfektioniert sie ihr Klavierspiel bei Hummel und Moscheles. Beiden Komponisten widmete unser Festival bereits Konzerte. Der Mainstream war ihr fremd, sie schrieb entgegen dem Operntrend Kammermusik. Ihre Orchesterkompositionen brachten Unruhe in die Männerdomäne dieses Repertoires. Das wurde anerkannt – mit Auszeichnungen und der Anstellung als erste Professorin für Klavier. Dies war ein Novum jener Zeit. In einer Notensammlung stellten sie und ihr Mann hervorragende, aber oft unbekannte Klavierwerke zahlreicher Komponisten zusammen. In einer gesonderten Konzertreihe brachte sie diese Werke zur Aufführung und machte diese Musik hörbar.

 

Mit dem Festival möchten wir Ihnen ganz im Geiste von Louise Farrenc die Gelegenheit geben, Werke bekannter Komponisten und Zeitgenossen neben Kompositionen von Louise Farrenc wiederzuentdecken.


Nur durch zahlreiche Unterstützer kann auch dieses 9. Festival stattfinden. Ihnen allen gilt unser herzlichstes Dankeschön! Besonderer Dank gilt den Unterstützern und Sponsoren des Fortepiano-Konzertvereins e.V., mit dessen Hilfe dieses Projekt möglich wurde.

Ihre Yuko Abe-Haueis

Leiterin des FORTEPIANO FESTIVAL STUTTGART
Vorstand des Fortepiano Konzertvereins e.V.

 



Rückblick

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Gestik und Leidenschaft

 

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Klangideale

 

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Johann Ladislaus Dusik

 

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Johann Nepumuk Hummel

 

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Carl Philip Emanuel Bach

 

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Metamorphosen

 

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Clara Schumann

 

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Fanny Hensel

 


Wir danken allen unseren Partnern, Förderern und Helfern!




Rückblick 2018

Eröffnungskonzert

Samstag, 6.10.18, 19 Uhr

Haus der Musik im Fruchtkasten, Schillerplatz, Stuttgart

 

Yuko Abe-Haueis | Hammerflügel

Annkatrin Babbe (Sophie Drinker Institut) führt durch das Programm

 

Welche Schätze in der Musik von Louise Farrenc verborgen waren erkannten ihre Zeitgenossen früh. So kommentierte die Allgemeine musikalischen Zeitung, 1846 „Die Franzosen bilden sich nicht wenig darauf ein, neben ihrer berühmten [George] Sand auch eine Tonkünstlerin zu haben, die dieser an künstlerischem Werthe nicht nachsteht.“ Zeitgenossen wie Robert Schumann würdigten ihre Kompositionen für Klavier solo ganz besonders für deren Substanz und individuellen Stil. Die Gegenüberstellung mit Werken von Frederic Chopin und Robert Schumann wird dies erhörbar machen. Die Ballade op. 23 von Chopin mit spontanen Stimmungs- und Kontrastwechseln ist das erste Werk dieses Namens in der Musikgeschichte. Mit den Fantasiestücken op. 12 schuf Robert Schumann ein vielschichtiges Kaleidoskop motivischer Finessen. Franz Liszt, schrieb begeistert über das Werk: „...Ich spiele sie wahrhaft mit Vergnügen. Und Gott weiß, dass ich das nicht gerade von vielen Sachen sagen kann.

 

Programm: Werke von Louise Farrenc (Rondeau op. 9, Air russe Varie op 17, Melodie o.op.), Frederic Chopin (Ballade op. 23), Robert Schumann (Fantasiestücke op. 12, Heft 1, Des Abends, Aufschwung, Warum? Grillen), Fanny Hensel (Notturno)