Samstag, 6.10.2018, 19.00 Uhr

Haus der Musik im Fruchtkasten Schillerplatz 1, 70173 Stuttgart

 

Eröffnungskonzert: Kaleidoskop

 

Yuko Abe-Haueis | Hammerflügel, Annkatrin Babbe führt durch das Programm

Welche Schätze in der Musik von Louise Farrenc verborgen waren erkannten ihre Zeitgenossen früh. So kommentierte die Allgemeine Musikalische Zeitung im Jahre 1846: „Die Franzosen bilden sich nicht wenig darauf ein, neben ihrer berühmten [George] Sand auch eine Tonkünstlerin zu haben, die dieser an künstlerischem Werthe nicht nachsteht“. Ganz besonders würdigten Zeitgenossen wie Robert Schumann ihre Kompositionen für Klavier solo für deren Substanz und individuellen Stil. Die Gegenüberstellung mit Werken von Frederic Chopin und Robert Schumann wird dies erhörbar machen. Die Ballade op. 23 von Chopin mit spontanen Stimmungs- und Kontrastwechseln ist das erste Werk dieses Namens in der Musikgeschichte. Mit den Fantasiestücken op. 12 schuf Robert Schumann ein vielschichtiges Kaleidoskop motivischer Finessen. Franz Liszt schrieb begeistert über das Werk: „...Ich spiele sie wahrhaft mit Vergnügen. Und Gott weiß, dass ich das nicht gerade von vielen Sachen sagen kann.“

Programm:

 

Louise Farrenc (1804 – 1875)

über den Chor “Che rechi tu?” aus „Il Pirata“ von Vincenzo Bellini, op. 9, Paris 1833

 

Fanny Hensel (1805 1847)

Notturno

 

Louise Farrenc

Air russe varié, op. 17, Paris 1835/1836

 

Robert Schumann (1810 – 1856)

Fantasiestücke op. 12, Heft 1, Des Abends, Aufschwung, Warum? Grillen

 

Frederic Chopin (1810 -1849)

Ballade op. 23

 

Louise Farrenc

Mélodie, o. op., Stuttgart 1846

 


Samstag, 20.10.2018, 15.00 Uhr

Haus der Musik im Fruchtkasten Schillerplatz 1, 70173 Stuttgart

 

Das Fortepiano im Spiegel der Zeit - Kuratorenführung im Fruchtkasten

 

Maria del Mar Alonso Amat

 

Die hauseigenen historischen Tasteninstrumente werden in einer Führung durch die Kuratorin der Ausstellungen im Haus der Musik im Fruchtkasten zu erleben sein. Die Entwicklung der besaiteten Tasteninstrumente bis hin zum heutigen Konzertflügel war äußerst vielfältig. Während das erstmals um 1400 nachweisbare Clavichord ein sehr leises und intimes Instrument ist, diente das in der gleichen Zeit entwickelte Cembalo eher konzertanten Ansprüchen. Mit der Entwicklung des Hammerflügels durch Bartolomeo Cristofori begann der Siegeszug des Klaviers, der im modernen Konzertflügel seinen vorläufigen Abschluss findet. Die Führung zeichnet diese Entwicklung anhand der bedeutenden Sammlung historischer Tasteninstrumente im Fruchtkasten Stuttgart nach. Dabei werden nicht nur Einblicke in den Instrumentenbau gegeben, sondern auch durch das Anspielen der Originalinstrumente die Klangvorstellungen der jeweiligen Epoche erlebt.

 

 


Beethoven Klavierabend

Samstag, 20.10.2018, 19.00 Uhr

Haigstkirche, Alte Weinsteige 103, 70597 Stuttgart

 

Michel Gaechter | Hammerflügel

 

Die beiden 1805 als Opus 49 veröffentlichten Sonates Faciles wurden zeitgleich mit den ersten sieben Sonaten (Opus 2 bis 10) komponiert. Sie sind für Amateure gedacht und unterscheiden sich von Beethovens anderen Werken durch eine nüchterne Handschrift, die sich an früheren Werken (Haydn, Mozart) orientiert.

Der Titel der Grande Sonate für die Opus 7 und 22 wird durch ihre Veröffentlichung in individueller Form begründet (damals war die Gruppierung von drei oder sogar sechs Werken wie Sonaten, Trios oder Quartetten die Regel). Sie gehören zu den wenig gespielten und doch so prächtigen Werken! Damals nannten die Wiener das Opus 7 "die Verliebte", so sehr erweist sich diese Musik als zärtlich und leidenschaftlich zugleich..... Das für dieses Konzert verwendete Instrument entspricht einem der Modelle, die zur Entstehungszeit der Werke in Wien zu finden waren. Tatsächlich verlangt die pianistische Textur der beiden einfachen Sonaten nach einem feinen und leuchtenden Klang, wie er bei einigen Instrumenten aus Mozarts Zeit zu hören war. Es sind die Beschläge der Pergamenthämmer, die im Gegensatz zu den üblichen Lederschichten diese leuchtende Farbe verleihen. Später entwickelte sich der Klavierbau sehr schnell, da die Hersteller ihrer Phantasie und ihrem Bedarf an ständiger Erneuerung freien Lauf ließen. Die schwindelerregende Entwicklung des beethovenischen Stils, vom reinsten Klassizismus bis zu den Toren der Romantik (oder noch weiter), passt perfekt zu den fortschreitenden Veränderungen dieser Instrumente.....

Programm:

 

Sonate Facile opus 49/2, G-Dur (1795 / 96)

Allegro, ma non troppo

Tempo di Menuetto

 

Grande Sonate opus 7, Es-Dur (1796 / 97)

Allegro molto e con brio

Largo, con gran Espressione

Allegro

Rondo, poco Allegretto e Grazioso

 

Sonate Facile opus 49/1, g-Moll (1795 / 98)

Andante

Rondo, Allegro

 

Grande Sonate opus 22, B-Dur (1799 / 1800)

Allegro con Brio

Adagio, con molta Espressione

Minuetto

Rondo, Allegretto

 


Donnerstag, 8.11.2018, 11.00 Uhr

Gemeindehaus, Schönbuchstraße 20, 71116 Gärtringen

 

Klassik ist Klasse - ein Konzert für Schülerklassen

 

Yuko Abe-Haueis | Hammerflügel

Hans-Joachim Berg | Violine

Detmar Leertouwer | Violoncello

 

Es wartet die Schüler ein spannend moderiertes Konzert, rund um die Künstlerin Louise Farrenc, ihre Musik, Freunde und Wegbegleiter. Das Festivalensemble wird ausgewählte Werke der Komponistin vorstellen und mit Erklärungen die Besonderheiten der Instrumente näher bringen.


Samstag, 10.11.2018, 19.00 Uhr

St. Veit Kirche, Kirchstraße, 71116 Gärtringen

 

und

 

Sonntag, 11.11.2018, 19.00 Uhr

Haigstkirche, Alte Weinsteige 103, 70597 Stuttgart

 

Kammermusikabend des Festivalensembles

 

Yuko Abe-Haueis | Hammerflügel

Hans-Joachim Berg | Violine

Detmar Leertouwer | Violoncello

 

Mit dem Festivalensemble erklingen herausragende Klaviertrios von L. v. Beethoven und Louise Farrenc. Ludwig van Beethoven trat als junger Komponist 1795 mit drei Klaviertrios an die musikalische Öffentlichkeit, wobei das c-Moll-Trio das bekannteste ist. Louise Farrenc, vielbeachtete Zeitgenossin von Beethoven, war Pianistin, Lehrerin, Herausgeberin und eine Komponistin, auf die ihre französischen Zeitgenossen ob der Kraft und reichen Imagination ihrer Werke stolz waren. Die Leipziger Allgemeine Musikalische Zeitung erwähnte ihr erstes Klaviertrio op.33 erstmals im Jahr 1844. Die Gattung „Klaviertrio“ wurde in der Klassik durch Beethoven, Mozart, Haydn und Schubert geprägt. Auf die ersten Aufführungen ihres Klaviertrios reagierte die Presse mit höchstem Lob, stellte sie als Meisterin heraus und hob ihre großartigen Inspirationen zu bezaubernden Melodien und genialen harmonischen Ideen hervor.

 

Prgrogramm

 

Ludwig van Beethoven (1770 - 1827)

Klaviertrio op.1, Nr. 3, c-Moll

 

Louise Farrenc (1804 - 1875)

Klaviertrio op.33, Es-Dur

 

Samstag, 10.11.2018, 19.00 Uhr - St. Veit Kirche, Kirchstraße, 71116 Gärtringen

Sonntag, 11.11.2018, 19.00 Uhr - Haigstkirche, Alte Weinsteige 103, 70597 Stuttgart


Mittwoch, 14.11.2018, 19.00 Uhr

Musikhochschule Stuttgart, Kammermusiksaal, Urbanstraße 25, 70182 Stuttgart

 

Der Klang des Südens : Louise Farrenc, Fanny Mendelssohn und Clara Wiecks Lieder und Klavierstücke

 

Gesangsabend mit Maria Letizia Grosselli |  Sopran

Stefania Neonato | Hammerflügel

 

Das Programm beschäftigt sich mit dem musikalischen Lied- und Klavierwerk von drei der größten Komponistinnen des 19. Jahrhunderts. Die Liebe Fanny Mendelssohns für die italienische Landschaft und den südlichen Geist inspirierte sie zu den Liedern und Klavierstücken ihrer Italienreise. Eindrucksvoll ist die Gestaltung des Motivkomplexes einer glücklichen und unglücklichen Liebe – nuancenreich, heftig, romantisch und zu hören in den “Chansons” von Louise Farrenc und den frühen französischen Liedern von Fanny Mendelssohn. Von der Sehnsucht nach dem Süden und die Entdeckung des Neuen zeugen die naturalistischen Lieder op. 23 von Clara Wieck und das erste “Wanderlied” von Fanny Mendelssohn. Mit Clara Wiecks “Notturno” für Klavier aus der “Soirees musicales” und Louise Farrencs “Variations Brillantes” erleben die Zuhörer den ganz besonderen Stil der italienischen Romantik.

 

Ein Konzert in Kooperation mit dem italienischen Kulturinstitut.

 

Programm

 

Fanny Mendelssohn

“Wanderlied” Opus 1/2 (Goethe)

 

Clara Wiec

Sechs Lieder Opus 23 (aus Jucunde von Hermann Rollet)

 “Notturno” aus “Soirees musicales” Opus 6 fuer Klavier

 

Fanny Mendelssohn

“Chanson des Bergeres”

“Romance de Galatee”

“Isidore” (Jean PIerre Claris de Florian)

 

Louise Farrenc

“Le berger fidele”

“Je me taisais”

“Variations brillantes” Opus 15 fuer Klavier ueber die Kavatine “Nel veder la tua

costanza” aus “Anna Bolena” von Gaetano Donizetti

 

Fanny Mendelssohn

“Nach Sueden” Opus 10/1 (Hensel?)

“Sehnsucht nach Italien” (Goethe)

“Liebe in der Fremde” (Goethe)

“Ponte molle” aus “Vier roemische Klavierstuecke”

“Il saltarello romano” aus Vier Lieder fuer das Pianoforte Opus 6

“Traurige Wege” (Lenau)

“Gondellied” (Geibel)

“Sehnsucht” (Goethe)

 


Sonntag, 18.11.2018, 11:00 Uhr

Haus der Musik im Fruchtkasten, Schillerplatz 1, 70173 Stuttgart

 

Louise Farrenc und ihre "Musikverwandten" Schubert und Schumann ein Kinder- und Familienkonzert von LiedKunst KunstLied im Rahmen des 9. Fortepiano Festivals Stuttgart

 

Elisabeth Föll | Klavier Thomas Sträßer | Erzähler

 

LiedKunst KunstLied gestaltet ein außergewöhnliches Konzert mit Werken von Louise Farrenc und ihren Wegbegleitern. Erzählungen, Musik, Lieder zum Mitsingen und spannende Klänge auf historischen Instrumenten nehmen die Kinder mit auf eine musikalische Entdeckungsreise und vermitteln ein Bild vom Musizieren im 19. Jahrhundert. Die Pianistin Elisabeth Föll spielt Werke für Kinder, Lieder werden gesungen und Thomas Sträßer, Erzähler, führt durch das Programm.