Yuko Abe-Haueis

Die in Japan geborene Yuko Abe-Haueis, Leiterin des Fortepiano- Festivals Stuttgart, ist eine gefragte Pianistin in Europa und Asien. Sie studierte Klavier bei Sakiko Nagayo an der Senzoku Musikhochschule in Tokio, Japan. In weiteren Studien an der Schola Cantorum Basiliensis und der Musikhochschule Zürich vertiefte sie Möglichkeiten des Interpretierens auf dem Fortepiano, dem Cembalo und dem Basso continuo. Auf ihrem Hammerflügel nach Johann Fritz 1825, erbaut von Michael Walker, gelingt es ihr, in Konzerten Klangfarben und Werke des 18. und 19. Jahrhunderts dem Publikum nahezu originalgetreu nachempfinden zu lassen. Gefragt ist Yuko Abe-Haueis aber auch mit ihrem Instrument als Liedbegleiterin und Solistin zur Aufführung zeitgenössischer Werke. Seit 2010 organisiert und leitet Yuko Abe-Haueis mit großem Engagement das jährlich stattfindende Fortepiano-Festival Stuttgart, lädt international bekannte Künstler ein und sucht nach neuen Wegen, Musik für Kinder und Erwachsenen erlebbar zu machen.


Annkatrin Babbe

Annkatrin Babbe studierte an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Bachelor of Arts im Jahr 2009. Den Master of Arts für Angewandte Musikwissenschaft und Master of Education erhielt sie von der Universität Oldenburg. Das Thema der Arbeit war „Clara Schumann und ihre Schülerinnen am Hoch'schen Konservatorium in Frankfurt am Main“. Derzeit ist Annkatrin Babbe am Sophie Drinker Institut tätig und widmet sich ihrem Promotionsstudium an der Universität Oldenburg zum Thema „Die Instrumentalausbildung an den Konservatorien in Prag und Wien im 19. Jahrhundert.“


Hans-Joachim Berg

Hans-Joachim Berg, in Schwetzingen geboren, studierte bei Gottfried von der Goltz Barockvioline /Violine. Es folgte ein Aufbaustudium an der Hochschule für Musik Frankfurt/Main bei Prof. Petra Müllejans, dass er im Juli 2007 mit hervorragendem Erfolg beendete. 2003/2004 war Hans-Joachim Berg Praktikant bei der Badischen Staatskapelle Karlsruhe. 2006 begleitete er als Gastmusiker des Freiburger Barockorchesters Cecila Bartoli auf ihrer Europatournee und nach Istanbul. Opernverpflichtungen an der Nederlandse Opera Amsterdam und am Theatre de la Monnaie Brüssel schlossen sich an. Ab 2008/2009 konzertiert Hans-Joachim Berg hauptsächlich mit dem Stuttgarter Barockorchester unter Leitung von Frieder Bernius und 2009/2010 spielte er im Orchester der Staatsoper Stuttgart in Antonio Vivaldis „Juditha“. Gern bereichert er mit seiner Violine die Konzerte des Fortepiano- Festivals Stuttgart. CD-Aufnahmen ergänzen seine künstlerische Tätigkeit.


Elisabeth Föll

Elisabeth Föll ist Pianistin und Leiterin der Gesellschaft LiedKunst KunstLied Stuttgart. In Stuttgart und Karlsruhe studierte sie zunächst Schulmusik und anschließend Klavier und Liedgestaltung. Sie besuchte zudem die Meisterklasse für Liedinterpretation bei Irwin Gage in Zürich. Im Jahr 2000 rief sie LiedKunst KunstLied (Gesellschaft für Lied, Kammermusik und Dichtung, Stuttgart e.V.) ins Leben und übernahm deren künstlerische Leitung. Dabei konzertiert sie regelmäßig mit namenhaften Sängerinnen und Sängern aus dem In- und Ausland. Ein besonderes Anliegen ist ihr hierbei die Veranstaltung von Kinderkonzerten, um auch den Jüngsten auf einfühlsame Weise das Kunstlied nahe zu bringen und sie in diese Welt der Musik einzuführen. Die Beschäftigung mit dem Zeitgenössischen Lied in Konzerten gehört ebenso zu ihren Tätigkeiten wie die Förderung von jungen Gesangstalenten Elisabeth Föll | Thomas Sträßer in der Reihe "Junge Talente", bei der LiedKunst KunstLied unter Fölls Führung Gesangsstudierende auftreten lässt.


Michel Gaechter

Michel Gaechter, geboren in Mulhouse, studierte am Nationalen Konservatorium für Musik in Paris, wo er dank Germaine Mounier sein Verständnis für das Werk Chopins vertiefte. Er interessierte sich für die russische Klavierschule und erweiterte seine Studien bei Vitaly Margulis an der Musikhochschule Freiburg im Breisgau. In 1984 wurde er Preisträger des Internationalen Liszt / Mario Zanfi-Wettbewerbs in Parma. Die Zweite Wiener Schule (Schönberg, Webern, Berg) ist für ihn ein wesentlicher Interessenschwerpunkt. In diesem Bereich wurden zwei Früchte seiner Beschäftigung mit Schönberg von der Kritik gefeiert: zuerst eine Aufnahme des gesamten Klavierwerks (1999, Tamino Label), dann die Produktion und Aufnahme einer Klaviertranskription des Streichsextetts Verklärte Nacht (2002, Tamino Label). Die Partitur dieser Transkription, die beim Verlag Richard Birnbach als Faksimile veröffentlicht wurde, hat das Interesse des Arnold Schönberg Centers in Wien geweckt. Darüber hinaus stehen die Erneuerung der Praxis alter Musik und der Interpretation auf historischen Instrumenten im Zentrum seines Interesses und prägt entscheidend seine Auslegung des gesamten Repertoires. Michel Gaechter unterrichtet derzeit Pianoforte am Conservatoire und an der Académie Supérieure de Musique in Strasbourg. Er spielt sowohl auf historischen als auch auf modernen Instrumenten, solo oder (unter anderem) im Duo mit der Geigerin Fanny Paccoud. Seine Zusammenarbeit mit dem Barbaroque-Quartett, die in einigen Konzerten rund um Chopins Konzert in es-Moll - in einer Transkription des Orchesters durch die Musiker dieses Ensembles - ihren Ausdruck fand, war eine zutiefst bereichernde Erfahrung.


Maria Letizia Grosselli

Maria Letizia Grosselli studierte am Konservatorium F. A. Bonporti Lyrischen Gesang, gefolgt von einer Ausbildung an der Internationalen Akademie für Musik in Mailand mit dem MaestroVincenzo Manno. Sie vertiefte ihr Studium in Masterklassen mit Renata Scotto, Raina Kabaiwanska und Regina Resnik. Sie gewann im internationalen Wettbewerb für junge Opernsänger „Riccardo Zandonai“ in Riva del Garda den Spezialpreis „Riccardo Zandonai“. Seit 2010 ist sie Gast beim Internationalen Festival Arena in Verona, wo sie unter der Direktion von Franco Zeffirelli in der Rolle der Liù in Turandot, in Nabucco neben Placido Domingo und unter der Direktion von Daniel Oren in den Opern Aida und Madame Butterly gesungen hat. Sie konzertiert als Opernsängerin an nationalen und internationalen Bühnen.


Freia Hoffmann

Frau Prof. Freia Hoffmann lehrt an der Universität in Oldenburg und ist Leiterin des Sophie Drinker Instituts für musikwissenschaftliche Frauen- und Geschlechterforschung in Bremen. Sie ist Verfasserin und Herausgeberin zahlreicher Bücher, vielbeachteter Aufsätze zu Themen der Musikpädagogik und der musikwissenschaftlichen Frauen- und Geschlechterforschung. Wiederholt leitete sie Projekte, u.a. zu ausgewählten Klavierwerken der französischen Komponistin Louise Farrens (1804 -1875). Schwerpunkte ihrer Forschungsarbeit sind Musik und Musikgeschichtsschreibung, Volkslied, musikwissenschaftliche Gender-Forschung, Instrumentalspiel von Frauen und Geschichte der Musikpädagogik. Frau Prof. Freia Hoffmann ist Trägerin des Pauline Alderman Awards.


Stefania Neonato

Prof. Dr. Stefania Neonato, geboren in Trento, studierte mit Alexander Lonquich, Riccardo Zadra und Leonid Margarius, um später unter der Leitung von Stefano Fiuzzi an der Accademia Internationale in Imola die Masterprüfung im Hammerklavier abzulegen. Den „Doctor of Musical Arts“ in „Historical Performance Practice“ erlangte sie an der Cornell University, New York mit Malcom Bilson. 2007 war Stefania Neonato Preisträgerin beim Internationalen Wettbewerb für Hammerklavier „Musica Antiqua“ in Bruges ; hier erhielt sie auch den Publikumspreis. 2012 wurde sie zum 1. Internationalen Wettbewerb für Hammerklavier „G. G. Ferrari“ in Rovereto als Jurymitglied berufen. Seit 2013 hat Stefania Neonato eine Professur für Hammerklavier an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart inne.


Detmar Leertouwer

Detmar Leertuover, geboren in den Niederlanden, studierte Violoncello, war parallel dazu Ballettstudent am Arnhems Conservatorium en Dansakademie und Jungstudent bei Dimitri Ferschtman. Nach dem Abitur studierte er Violoncello und Klavier an der Musikhochschule Utrecht. Es folgten Studien am International Cello Centre in Schottland bei Jane Cowan und in Rochester (USA) bei Suzie Wijsman. Er studierte u.a. bei Peter Hörr, Christophe Coin und als Fulbrightstudent in Boston/USA. Detmar Leertuover spielte in verschiedenen Ensembles wie Musica Antiqua Köln, Concerto Köln, Wiener Akademie, Salzburger Hofmusik, le Concert des Nations. Als Solocellist konzertierte er im l`Orfeo Barockorchester mit Michi Gaigg. 1994 war er Finalist beim van Wassenaer Competition Amsterdam. Detmar Leertuover spielt auf einem Violoncello (Tononi-Kopie von Willibrord Crijnen), das er als eine Dauerleihgabe vom niederländischen Stichting Nationaal Musikinstrumenten Fonds erhielt. Zum Repertoire von Detmar Leertouwer gehören weiterhin „Dialogue for a dancer and a Cellist“ mit der Tänzerin Jana Grünwald sowie Solo-Cellomusik des 20. Jahrhunderts von verschiedenen zeitgenössischen Choreografen.


Thomas Sträßer

Thomas Sträßer ist ein Kulturvermittler und Erzähler, der sich seit vielen Jahren mit Texten für Kinder beschäftigt. Auf seine Anregung hin entstanden die Kinderkonzerte von LiedKunst KunstLied, bei denen Musik und Sprache zusammen kommen. Seine Gedichte und Erzählungen mit ganz eigenem Stil nehmen die Kinder hierbei mit auf eine Entdeckungsreise in die Sprache, in die Musik und das Singen. So ist es ihm zu verdanken, dass beispielsweise die Reihe "...zwischen Musik und Literatur" mittlerweile eine eigene Marke in Stuttgart geworden ist und von ihm und der Pianistin Elisabeth Föll ständig weiterentwickelt und fortgesetzt wird.